Die historische Provinz Östergötland liegt in Südschweden und hat bei einer Fläche von 9.979 qkm ca. 413.000 Einwohner.
Gräber, Schätze und Felszeichnungen belegen, dass die Gebiete an der Küste, in der Östgöta-Ebene und bei Norrköping schon während der Bronzezeit von Menschen besiedelt wurde.
Im Mittelalter hatte Östergötland eine gewisse politische und kulturelle Selbstständigkeit und gehörte neben Småland, Gotland und Öland zu einem Bistum, dessen Bischofssitz Linköping war.
Nach dem Amtsantritt Gustav Wasas wurde die Macht vom Adel und der Kirche auf das Königtum übertragen, was zu zahlreichen Aufständen führte. Nur ca. 200 Jahre danach (1719) wurde Östergötland zu einer einheitlichen Provinz.
In den letzten 300 Jahren entwickelte sich die Industrie kontinuierlich in den Städten Linköping, Finspång oder Norrköping, doch Östergötland gehört auch zu den bedeutendsten Agrargebieten Schwedens, was auch mit dem milden Klima und der Niederschlagsmenge von 500-600 mm in Verbindung zu setzen ist.
Zu den Sehenswürdigkeiten des Gebiets gehören neben der historischen Residenzstadt Linköping, mit dem Dom oder dem Freilichtmuseum, auch die industriegeschichtlich geprägte Stadt Norrköping und die Felsenzeichnungen aus der Bronzezeit in der Umgebung oder die Hafenstadt Söderköping. Auch ein Besuch der Schlösser Löfstad, Sturefors und Bjärka-Säby oder des Birgittenkloster in Vadstena sind einen Besuch wert.